Glossar

CPO (Betreiber eines Ladepunkts)

Veröffentlicht Aktualisiert 2 Min. LesezeitMarkt: ÖsterreichFelix Miedler

Inhalt
  1. Was ist ein CPO?
  2. In Österreich
  3. Beispiel
  4. Siehe auch

Kurz gesagt

Ein CPO (Charge Point Operator) ist die Stelle, die einen Ladepunkt verwaltet und betreibt und Endnutzern den Ladedienst erbringt.

Was ist ein CPO?

CPO steht für Charge Point Operator. Die AFIR spricht vom „Betreiber eines Ladepunkts": die für Verwaltung und Betrieb eines Ladepunkts zuständige Stelle, die Endnutzern einen Ladedienst erbringt, auch im Namen und Auftrag eines Mobilitätsdienstleisters (Art. 2 Nr. 39 der Verordnung (EU) 2023/1804). Der CPO ist nicht zwingend der Eigentümer der Säule (Art. 5 Abs. 11). Er trägt die Pflichten an der Säule: Ad-hoc-Laden ermöglichen, den Ad-hoc-Preis vor Ladebeginn ausweisen, Stationsdaten offenlegen (Art. 5 Abs. 1 und 4, Art. 20). Seine Preise gegenüber Mobilitätsdienstleistern müssen nichtdiskriminierend sein; eine Differenzierung ist erlaubt, wenn sie verhältnismäßig und objektiv gerechtfertigt ist (Art. 5 Abs. 3).

In Österreich

Üblich sind Ladestellenbetreiber (E-Control, ÖAMTC, ORF), Ladestationsbetreiber (EVN über sich selbst) und Ladeinfrastrukturbetreiber (ÖAMTC-Studie). Die österreichische Ladepunkt-Daten-Verordnung spricht von Betreibern öffentlich zugänglicher Ladepunkte. Die Abkürzung CPO ist Branchensprache und steht selten in Kundentexten. Viele österreichische Energieversorger sind CPO und zugleich Anbieter einer eigenen Ladekarte, also auch Mobilitätsdienstleister.

Beispiel

Ein Energieversorger betreibt die Säule am Parkplatz eines Supermarkts. Er ist CPO. Lädt dort ein Fahrer mit der Karte eines anderen Anbieters, rechnet dieser Anbieter als Mobilitätsdienstleister mit dem Fahrer ab und der CPO mit dem Anbieter.

Felix MiedlerGründer von Elio Fleet
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