Kurz gesagt
Ein EMP (E-Mobility Provider) ist der Anbieter, der Endnutzern Ladedienste verkauft, in der Regel über eine Ladekarte oder App; die AFIR nennt ihn Mobilitätsdienstleister.
Was ist ein EMP?
EMP steht für E-Mobility Provider, auch eMSP (E-Mobility Service Provider). Die AFIR spricht vom „Mobilitätsdienstleister": eine juristische Person, die einem Endnutzer gegen Entgelt Dienstleistungen erbringt, einschließlich des Verkaufs von Ladediensten (Art. 2 Nr. 36 der Verordnung (EU) 2023/1804). Der Vertrag zwischen Fahrer und EMP ist die Grundlage der vertragsbasierten Zahlung (Art. 2 Nr. 15). Lädt der Kunde eines EMP an der Säule eines fremden Betreibers, laufen Daten und Zahlung über e-Roaming (Art. 2 Nr. 25). Der EMP hat nach Art. 5 Abs. 5 eine eigene Preispflicht: Er stellt dem Endnutzer vor Ladebeginn alle für den Ladevorgang geltenden Preisinformationen über elektronische Mittel bereit, mit klarer Trennung der Bestandteile einschließlich e-Roaming-Kosten. Eine Anzeige an der Säule verlangt die Verordnung von ihm nicht.
In Österreich
Im Sprachgebrauch heißt der EMP Ladeanbieter (ÖAMTC) oder Ladekartenbetreiber (ORF); die E-Control spricht von Ladeverträgen und Ladekarten. Die Abkürzungen EMP und eMSP sind Branchensprache. Viele österreichische Anbieter sind EMP und zugleich Betreiber eigener Ladepunkte; ihre Karte lädt im eigenen Netz zu einem anderen Preis als im Roaming.
Beispiel
Ein Fuhrpark hat Karten von zwei EMP. Was eine Ladung an einer bestimmten Säule kostet, steht in den Apps der beiden Anbieter, nicht am Gehäuse.
Siehe auch
Betreiber eines Ladepunkts (CPO) · Ladekarte · AFIR · Artikel: AFIR beim Laden: was sie regelt und was nicht