Glossar

Ladekarte

Veröffentlicht Aktualisiert 1 Min. LesezeitMarkt: ÖsterreichFelix Miedler

Inhalt
  1. Was ist eine Ladekarte?
  2. In Österreich
  3. Beispiel
  4. Siehe auch

Kurz gesagt

Eine Ladekarte ist das Zugangs- und Abrechnungsmittel eines Mobilitätsdienstleisters: Sie autorisiert den Ladevorgang, abgerechnet wird nach dem Tarif des Kartenvertrags.

Was ist eine Ladekarte?

Eine Ladekarte ist eine RFID-Karte, ein Ladechip oder eine App eines Mobilitätsdienstleisters (EMP). Sie identifiziert den Kunden an der Säule und löst den Ladevorgang aus. Bezahlt wird nicht an der Säule, sondern über den Vertrag mit dem Kartenanbieter, zu dessen Tarif. Die AFIR nennt das vertragsbasierte Zahlung (Art. 2 Nr. 15 der Verordnung (EU) 2023/1804) und stellt sie dem Ad-hoc-Laden gegenüber. Der Kartenanbieter muss die Preise eines Ladevorgangs vorab elektronisch bereitstellen (Art. 5 Abs. 5); an der Säule ausgewiesen ist nur der Ad-hoc-Preis des Betreibers.

In Österreich

Anbieter sprechen von Ladekarte, Ladechip (Schlüsselanhänger mit derselben Funktion) und App; die E-Control fasst das Angebot als Ladeverträge und Ladekarten zusammen. Der Preis einer Karte an einer bestimmten Säule hängt vom Tarif des Anbieters und davon ab, ob die Säule zu seinem eigenen Netz gehört oder über Roaming erreicht wird.

Beispiel

Zwei Fahrzeuge laden nebeneinander an derselben Säule je 40 kWh. Eines zahlt den Ad-hoc-Preis am Kartenleser, das andere den Tarif seiner Ladekarte. Die beiden Rechnungen können sich unterscheiden, obwohl Strom, Säule und Menge gleich sind.

Felix MiedlerGründer von Elio Fleet
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