Glossar

Ad-hoc-Laden

Veröffentlicht Aktualisiert 2 Min. LesezeitMarkt: ÖsterreichFelix Miedler

Inhalt
  1. Was ist Ad-hoc-Laden?
  2. In Österreich
  3. Beispiel
  4. Siehe auch

Kurz gesagt

Ad-hoc-Laden ist das Laden an einem öffentlichen Ladepunkt ohne Registrierung und ohne Vertrag, bezahlt zum ausgewiesenen Ad-hoc-Preis des Betreibers.

Was ist Ad-hoc-Laden?

Die AFIR nennt es „punktuelles Aufladen": ein Ladedienst, den der Endnutzer erwirbt, ohne sich zu registrieren, eine schriftliche Vereinbarung zu schließen oder eine Geschäftsbeziehung mit dem Betreiber einzugehen, die über den Kauf des Stroms hinausgeht (Art. 2 Nr. 47 der Verordnung (EU) 2023/1804). Der dafür verlangte Preis ist der Ad-hoc-Preis (Art. 2 Nr. 2). Jeder öffentlich zugängliche Ladepunkt muss Ad-hoc-Laden anbieten; an Ladepunkten, die ab 13. April 2024 errichtet wurden, mit Kartenleser, Kontaktlos-Terminal oder, unter 50 kW, einer Internetlösung wie einem QR-Code (Art. 5 Abs. 1). Das Gegenstück ist das vertragsbasierte Laden mit Karte oder App eines Mobilitätsdienstleisters (Art. 2 Nr. 15).

In Österreich

Anbieter nennen es Direktbezahlung, Direct Payment oder Ad-hoc-Bezahlung, meist über einen QR-Code an der Säule, oder Ad-hoc-Laden mit Debit- oder Kreditkarte am Terminal. Das Ladestellenverzeichnis der E-Control führt den Ad-hoc-Preis als Preis für das „Laden ohne Ladevertrag". Er ist der Preis, der an der Säule steht, nicht der Preis, den eine Ladekarte an derselben Säule verrechnet.

Beispiel

Ein Fahrer ohne Ladekarte hält die Debitkarte an den Kartenleser der Säule und zahlt den ausgewiesenen Preis je kWh. Ein Fahrer mit Ladekarte zahlt den Tarif seines Kartenanbieters, der davon abweichen kann.

Felix MiedlerGründer von Elio Fleet
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