Kurz gesagt
Die Blockiergebühr ist ein Preis je Minute, der anfällt, wenn ein Fahrzeug nach einer gebührenfreien Zeit noch am Ladepunkt steht.
Was ist eine Blockiergebühr?
Eine Blockiergebühr ist ein Preis je Minute, den ein Ladetarif verrechnet, wenn ein Fahrzeug länger als eine festgelegte Zeit am Ladepunkt steht. Die Zeit bis dahin ist gebührenfrei, die Karenzzeit. Je nach Tarif zählt sie ab Ladebeginn, also auch während noch geladen wird, oder erst ab Ladeende. Die Gebühr kommt zum Preis für die geladene Energie dazu. Manche Tarife deckeln sie mit einem Höchstbetrag je Ladevorgang. Ihr Zweck ist, dass Ladepunkte für die nächste Ladung frei werden.
In Österreich
Anbieter nennen sie verschieden: Blockiergebühr, Infrastrukturbelegung, Standgebühr, Standzeitzuschlag oder Infrastrukturabgabe. Gemeint ist jeweils ein Minutenpreis nach einer gebührenfreien Zeit. Im Tarifblatt steht sie meist als Zusatz zum Preis je kWh, oft mit „zuzüglich“ oder in einer Fußnote, und oft getrennt für AC- und DC-Ladepunkte.
Beispiel
Ein Tarif mit 0,10 € je Minute nach 60 gebührenfreien Minuten ab Ladebeginn (Beispielwerte, kein Tarif eines Anbieters): Wer 90 Minuten am Ladepunkt steht, zahlt 30 Minuten × 0,10 € = 3,00 € zusätzlich zur Energie.
Siehe auch
Karenzzeit · Ladepunkt · Ladekarte · Artikel: Blockiergebühren in Österreich: Was Stehenbleiben an der Säule kostet