Kurz gesagt
Das Eigennetz sind die Ladepunkte, die der Anbieter einer Ladekarte selbst betreibt; dort gilt der Eigennetz-Preis der Karte, an fremden Säulen der Roaming-Preis.
Was ist das Eigennetz?
Das Eigennetz einer Ladekarte sind die Ladepunkte, die der Anbieter dieser Karte selbst betreibt, bei denen er also Betreiber und Mobilitätsdienstleister zugleich ist (Art. 2 Nr. 36 und 39 der Verordnung (EU) 2023/1804). Für diese Ladepunkte hat die Karte einen eigenen Preis; an allen anderen Ladepunkten gilt ihr Roaming-Preis. Wer keine eigenen Ladepunkte betreibt, hat kein Eigennetz und lädt immer im Roaming.
In Österreich
Die Anbieter sprechen von ihrem Ladenetz: In den Tarifblättern steht „EVN Ladenetz" neben „Partnerladenetz" und „ÖAMTC ePower Ladenetz" neben „Partnernetz (Roaming)". Verbände umschreiben es als „eigene Ladestation des Anbieters", die ÖAMTC-Studie als Laden „mit der Ladekarte des Ladestellenbetreibers", die E-Control als Laden „ohne Roamingkosten". Elio verwendet dafür das Wort Eigennetz; in der Tarifbasis ist es je Kartenprodukt über die Betreibercodes definiert, die zum Anbieter gehören.
Beispiel
Die Karte eines Landesenergieversorgers hat an dessen eigenen Säulen einen Preis je kWh und an den Säulen anderer Betreiber einen zweiten. Der erste ist der Eigennetz-Preis, der zweite der Roaming-Preis.
Siehe auch
Roaming · Betreiber eines Ladepunkts (CPO) · Ladekarte · Artikel: Betreiber und Anbieter: Wem die Säule gehört